Greenpeace Energy übergibt Petition für schnelleren Erneuerbaren-Ausbau in Braunkohlegebieten

28. Juni 2019 - 2 minutes read

Der Ökostrom-Anbieter hat selbst ein Konzept erarbeitet, wie das Rheinische Revier für Photovoltaik und Windkraft genutzt werden soll. Mit einer Petition verleiht Greenpeace Energy diesem Anliegen nun Nachdruck.Fast 17.500 Menschen haben die Petition „Kohleausstieg durch zügigen Ausbau erneuerbarer Energien voranbringen!“ unterzeichnet. Greenpeace Energy übergab diese am Freitag dem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß (CDU). Im Kern geht es darum, dass die Bundesregierung rasch gesetzliche Grundlagen dafür schaffen muss, dass auf den Braunkohle-Tagebauflächen schnell Photovoltaik- und Windkraftanlagen gebaut werden können. „Die Braunkohlereviere bieten enorme Potenziale für den Erneuerbaren-Ausbau“, sagte Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy.
Für das Rheinische Revier hat Greenpeace Energy bereits einen konkreten Vorschlag unterbreitet, um dort mehrere Gigawatt an Wind- und Solarparks zu bauen, um die vom Netz gehenden Kohlekraftwerke von RWE zu ersetzen. Eine Allianz aus Vattenfall, Baywa re, Solarpraxis und Wattner sieht ebenfalls gute Chancen dafür, in der Nachnutzung der Kohlereviere große Photovoltaik-, Windkraft- und Hybridkraftwerke zu bauen. Dies dürfte sogar ohne Förderung möglich sein, wie sie in einer Studie zu Jahresbeginn aufzeigten.
„Angesichts des stockenden Zubaus von Ökokraftwerken in Deutschland müssen wir diese Potenziale dringend nutzen, um wenigstens die deutschen Klimaziele für 2030 zu erreichen“, appellierte Tangermann bei der Übergabe der Petition. Er bemängelte, dass es fast ein halbes Jahr nach Veröffentlichung des Abschlussberichts der Kohlekommission immer noch keine konkreten politischen Pläne für den Erneuerbaren-Ausbau in den Kohleregionen gebe. Dabei sei die Nutzung der Wind- und Solarenergie dort nicht nur als Ersatz der wegfallenden Kohlekapazitäten und für die künftige Versorgungssicherheit von größter Bedeutung. „Wir können die Kohlereviere in erneuerbare Zukunftsregionen umwandeln“, so Tangermann. Zugleich sprach er sich dafür aus, die Kohlekraftwerke und Tagebaue bis spätestens 2030 stillzulegen.
Gemeinsam mit der Rechtsanwältin Roda Verheyen hat Greenpeace Energy Mitte Mai ein juristisches Maßnahmenpaket vorgestellt. Es enthält konkrete Forderungen an die Bundesregierung, die der großskalige Ausbau erneuerbarer Energien auf den Braunkohle-Tagebauflächen rechtlich verbindlich festgeschrieben werden kann.
Quelle: PV-Magazin
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