Insolight erzielt mit CPV-Modul für Gebäudedächer einen Wirkungsgrad von 29 Prozent

19. Februar 2019 - 3 minutes read

Das Schweizer Unternehmen will die Kosten der Erzeugung von Solarstrom auf Gebäudedächern in sonnigen Ländern mit seinen Konzentrator-Modulen um bis zu dreißig Prozent reduzieren. Die Module sollen 2022 auf den Markt kommen.Konzentrator-Module (CPV) sind nur etwas für große Freiflächenanlagen in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung? Das junge Schweizer Photovoltaik-Unternehmen Insolight sieht das etwas anders: Die Firma entwickelt Module mit Konzentrator-Technik für die Dächer von Wohnhäusern, Supermärkten oder Gewerbebetrieben. Nun hat Insolight mit Modulen aus der Vorserien-Fertigung einen Wirkungsgrad von 29 Prozent erzielt. Validiert wurde dieser Wert vom spanischen Solar Energy Institute of the Universidad Politécnica de Madrid (IES-UPM). „In sonnigen Ländern kann unsere Technologie die Kosten der Erzeugung  von Solarstrom auf Gebäudedächern um bis zu dreißig Prozent reduzieren“ erklärt Insolight-CEO Laurent Coulot. Derzeit entwickelt das Unternehmen eine Strategie für die Großserien-Fertigung. Die ersten Module sollen 2022 auf den Markt kommen.
Statt wie bei der Konzentrator-Technik üblich die ganzen Module der Sonne nachzuführen, werden bei den Insolight-Produkten nur die Zellen bewegt. Die Linse selbst bleibt dabei statisch. Um gerade einmal einen Zentimeter wandern die Zellen während eines Tages. Das genüge, um sie stets im Fokuspunkt der Linsen zu halten. Die Zellen selbst nehmen nur 0,5 Prozent der Modulfläche ein. Das erlaube es, Hocheffizienzzellen für den Massenmarkt zu verwenden, die üblicherweise in der Raumfahrt eingesetzt würden.
Gesteuert werden die Zellen anhand der GPS-Position der Anlage, des Datums und der Uhrzeit. Ein Algorithmus stellt dabei sicher, dass sich die Zellen stets in optimaler Position zur Sonne befinden. Das gesamte System ist in einem schlanken Modul eingekapselt, das den gleichen Formfaktor wie konventionelle Panels aufweist. Es kann auf gleiche Weise installiert werden wie herkömmliche Module, so Insolight.
Insolight weist darauf hin, dass die Konzentrator-Technik mit einem Standardmodul kombiniert werden kann. So entsteht ein Hybridsystem, das sich besonders für wolkenreiche Standorte eigne. Denn je höher der Anteil an diffuser Einstrahlung ist, desto stärker nimmt die Effizienz der Konzentrator-Photovoltaik ab. Um den Markteintritt zu beschleunigen, führt Insolight nach eigenen Angaben derzeit Gespräche mit Photovoltaik-Herstellern über eine Lizensierung der Technologie.
Quelle: PV-Magazin
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