24 Zuschläge in ersten Photovoltaik-Ausschreibung 2019 vergeben – Zuschlagswerte erhöhen sich weiter leicht

15. Februar 2019 - 3 minutes read

Der Trend aus dem Vorjahr setzt sich auch in der ersten Runde der Photovoltaik-Ausschreibungen weiter fort – die Preise steigen leicht. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert erreichte 4,80 Cent pro Kilowattstunde. Fast alle Zuschläge gingen dabei an Projekte auf Ackerflächen in benachteiligten Gebieten in Bayern.Die Bundesnetzagentur hat am Freitag die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunden 2019 für Photovoltaik und Windkraft an Land veröffentlicht. Für Photovoltaik-Anlagen ab 750 Kilowatt seien 24 Zuschläge mit 178 Megawatt erteilt worden. Insgesamt gab es für die Ausschreibung 80 Gebote mit 465 Megawatt – womit die Runde etwa zweieinhalbfach überzeichnet war. Nur zwei Gebote seien wegen Formfehlern ausgeschlossen worden.
Bei den Durchschnittspreisen setzte sich der Trend aus dem vergangenen Jahr fort, als sich die Werte von Runde zu Runde leicht erhöht hatten, wie die Bonner Behörde weiter mitteilte. Im Februar lag der der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert bei 4,80 Cent pro Kilowattstunde. Bei der Runde im November waren es noch 4,69 Cent pro Kilowattstunde. Die Zuschlagswerte reichten damit von 4,11 bis 5,18 Cent pro Kilowattsunde – auch diese Werte liegen leicht über denen der Vorrunde. Bis zum 6. März haben die erfolgreichen Bieter nun Zeit, die Zweitsicherheit zu hinterlegen.
Fast alle Zuschläge gingen an Photovoltaik-Projekte auf Ackerflächen in benachteiligten Gebiten. Insgesamt waren es 21 der 24 Zuschläge. Mit 22 Zuschlägen räumte Bayern fast alles ab. Es ist eines von fünf Bundesländern, die mittlerweile von der Länderöffnungsklausel im EEG 2017 Gebrauch gemacht haben und zusätzliche Acker- und Grünlandflächen für Ausschreibungen freigegeben haben. Das freigegebene jährliche Kontingent für den Freistaat ist damit nach der ersten Ausschreibung des Jahres bereits zu 70 Prozent ausgeschöpft. „Die hohe Zuschlagsquote für Gebote auf Ackerflächen in Bayern verdeutlicht die ungleiche Wettbewerbsfähigkeit von Solarflächen“, erklärte Bundesnetzagentur-Präsident Jochen Homann.
Aktuell laufen noch zwei weitere Ausschreibungsrunden, die für Photovoltaik-Projekte interessant sind. Zum einen können bis zum Stichtag 1. März Gebote für die erste Sonderausschreibung mit einem Volumen von 500 Megawatt abgegeben werden. Bis zum 1. April ist Zeit, um ein Gebot für die erste Runde der technologieübergreifenden Auktion von Photovoltaik und Windkraft an Land abzugeben. Hier hatte im vergangenen Jahr die Photovoltaik alle Zuschläge in den beiden Runden mit insgesamt 400 Megawatt einfahren können.
In diesem Jahr könnten diese Ausschreibungen ähnlich ausgehen. Denn in der ersten technologiespezifischen Windkraftausschreibung des Jahres setzte sich ebenfalls der Trend des fehlenden Wettbewerbs fort. So sind der Bundesnetzagentur nur 72 Gebote mit 499 Megawatt Gesamtleistung für die Runde mit einem Volumen von 700 Megawatt abgegeben worden. Zuschläge erhielten letztlich 67 Gebote für Projekte mit insgesamt 476 Megawatt Gesamtleistung. Die Zuschlagswerte bewegten sich dabei zwischen 5,24 und 6,20 Cent pro Kilowattstunde. Den durchschnittlichen Preis gab die Bundesnetzagentur mit 6,11 Cent pro Kilowattstunde an.
Quelle: PV-Magazin
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