EuPD Research: Photovoltaik-Eigenverbrauch spielt für Bauherren nur untergeordnete Rolle

15. April 2019 - 2 minutes read

Die Bonner Analysten haben in ihrer „Endkundenbefragung Photovoltaik 2019“ aufgezeigt, dass ein deutliches Informationsdefizit über real bestehende Möglichkeiten zur Kosteneinsparung durch Photovoltaik-Eigenverbrauch besteht. Während Bauherren niedrige Betriebskosten für sehr wichtig halten, legen sie doch eher wenig Wert auf die Versorgung mit selbst erzeugtem Ökostrom.Worauf legen Bauherren den meisten Wert? Dies versuchte EuPD Research in seiner aktuellen  „Endkundenbefragung Photovoltaik 2019“ herauszufinden. Die Antwort der 887 Bauherren und Hausbesitzer war eindeutig: 91 Prozent legen Wert auf niedrige Betriebskosten. Dagegen weniger wichtig sind ökologische Aspekte oder der Einsatz von Photovoltaik-Anlagen zur Erzeugung des eigenen Stroms. Gerade einmal 66 Prozent nennen eine ökologische Bauweise als wichtigsten Aspekt und 64 Prozent die Installation von erneuerbaren Energien. Auf nur 45 Prozent kommt die Versorgung mit selbst erzeugtem Ökostrom.

Nach Einschätzung von EuPD Research zeigen die Ergebnisse ein deutliches Informationsdefizit. Es werde eine Diskrepanz zwischen den real bestehenden Möglichkeiten zur Kosteneinsparung durch Photovoltaik-Eigenverbrauchslösungen und dem Wissen der Bauherren offensichtlich. „Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase stellt die Installation einer Photovoltaik-Anlage jedoch nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ökonomisch sinnvolle Investition dar. Mittels Eigenverbrauch des durch eine Photovoltaikanlage erzeugten Solarstroms können die Energiekosten des Haushalts langfristig reduziert und eine attraktive Rendite erreicht werden“, so Projektleiterin Hanna Schmole.
Nach den Erhebungen von EuPD Research werden Photovoltaik-Anlagen nur selten auf Neubauten installiert. So seien 2016 und 2017 etwa 106.000 Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland neu gebaut worden. Lediglich sieben Prozent der Neubauten aus dem Zeitraum 2016 bis Mitte 2018 würden eine Photovoltaik-Dachanlage besitzen. Insgesamt liege der Sättigungsgrad in Baden-Württemberg mit 18 Prozent und Bayern mit 15 Prozent in diesem Segment am höchsten. Von solchen Werten kann man in Ostdeutschland nur träumen. Hier führt Berlin mit acht Prozent. Brandenburg und Thüringen kommen auf sechs Prozent. Nicht einmal fünf Prozent Sättigungsgrad werden in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachen erreicht.
Quelle: PV-Magazin
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