Sunbrush: Freiflächenanlagen verlieren ohne regelmäßige Reinigung acht Prozent Ertrag

10. April 2019 - 2 minutes read

Bei Anlagen auf industriellen oder landwirtschaftlichen Dachflächen können Sunbrush zufolge gar bis zu 30 Prozent verloren gehen. Doch nicht in jedem Fall ist eine Reinigung sinnvoll.Ein Frühjahrsputz lohnt sich oft – nicht nur daheim, sondern auch im Solarfeld: Nach Berechnungen von Sunbrush, ein Hersteller von Reinigungsanlagen für Photovoltaik und Fassaden, verlieren Freiflächenanlagen etwa acht Prozent an Ertrag, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt werden. Sunbrush belegt diese Zahl mit sechsmonatigen Messungen in zwei identischen, direkt nebeneinander gelegenen Anlagen nahe der bayerischen Stadt Regensburg, von denen nur eine professionell gereinigt wurde. Dem Unternehmen zufolge beträgt das Minus bei Anlagen auf industriellen oder landwirtschaftlichen Dachflächen ohne Reinigung gar bis zu 30 Prozent. Eine Quelle gibt Sunbrush dafür allerdings nicht an.
Eine professionelle Reinigung ist allerdings nur dann bei Photovoltaik-Anlagen sinnvoll, wenn die Kosten für den Dienstleister unter den Erlösen liegen, die sich durch den erzielten Mehrertrag erzielen lassen. Aus den Messungen bei Regensburg leitet Sunbrush ab, dass sich eine Reinigung bei Kosten von weniger 0,23 Cent pro Quadratmeter Modulfläche rentiert. Bei diesen Kosten lohne sich der Aufwand, um Verunreinigungen – wie Industriestaub, landwirtschaftliche Futtermittel und Feldarbeit, Tierkot, Pollenflug, Sahara-Staub und feuchtes Laub – zu entfernen.
Milk the Sun hat vor zwei Jahren ebenfalls untersucht, ob eine Reinigung von Freiflächenanlagen sinnvoll ist. Dazu haben sie 17 Photovoltaik-Anlagen in ganz Deutschland die Reinigungsergebnisse unter die Lupe genommen. Dabei sei es zu keinem einheitlichen Bild gekommen. „Die Ergebnisse reichen von sehr großen bis zu sehr geringen oder keinen Effekten und von volatilen bis hin zu gleichbleibenden Effekten über den Studienzeitraum“, heißt es in der Auswertung.
Es sei jedoch auch feststellbar, dass sich unter bestimmten Voraussetzungen konstante und deutliche Reinigungseffekte zeigen, die über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten zu Mehrerträgen führten. Dies sei bei der Hälfte aller gereinigten Photovoltaik-Anlagen der Fall gewesen. In diesen Fällen lagen die Mehrerträge in den sechs Monaten nach der Reinigung bei bis zu sechs Prozent. Bei einigen Freiflächenanlagen habe es dagegen keine erkennbaren Mehrerträge gegeben.
Quelle: PV-Magazin
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