Meyer Burger arbeitet an Heterojunction-Zelle mit 25 Prozent Wirkungsgrad

12. März 2019 - 2 minutes read

Bislang erreicht der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer auf seinen standardisierten HJT-Anlagen einen Wirkungsgrad von über 24,2 Prozent. Von Meyer Burgers SWCT-Zellverbindungstechnologie wurde bislang mehr als ein Gigawatt verkauft.Meyer Burger treibt die Heterojunction-Technologie weiter voran. Wie Technikvorstand Gunter Erfurt auf der PV Celltech 2019 erläuterte, hat der Schweizer Photovoltaik-Anlagenbauer bereits HJT-Zellen mit einem Rekordwirkungsgrad von über 24,2 Prozent auf seinen standardisierten HJT-Anlagen gebaut. Zurzeit arbeitet das Unternehmen demnach an einer Technologie-Roadmap für HJT-Zellen mit Wirkungsgraden von bis zu 25 Prozent. Laut Erfurt hat Meyer Burger von seiner SWCT-Zellverbindungstechnologie (Smart Wire Connection Technology) bislang mehr als ein Gigawatt verkauft.
Passivierte Kontaktsolarzellen sind dem Technikvorstand zufolge ein weiteres Produkt mit Potenzial. Zurzeit sei die PERC-Zellbeschichtungstechnologie im Photovoltaik-Markt vorherrschend. Aktuelle PERC-Solarzellen würden Wirkungsgrade zwischen 21 und 22 Prozent erreichen; das Potenzial für weitere Effizienzsteigerungen sei jedoch aus technischen Gründen deutlich beeinträchtigt. Die passivierte Kontakttechnologie könne eine einschneidende Verbesserung der bestehenden PERC-Massenproduktionskapazitäten bieten und den Wirkungsgrad der Zellen auf rund 23 Prozent steigern.
Wie Meyer Burger mitteilt, entwickelt das Unternehmen seit zwei Jahren eine Plattform für die industrialisierte Herstellung von Solarzellen mit passivierter Kontakttechnologie für n- und p-Wafer. In Tests mit Kunden habe die Caia-Plattform Zellen mit Wirkungsgraden von rund 23 Prozent produziert. Die erste Labormaschine sei an einen strategischen Kunden und Technologiepartner verkauft worden, erste Installationen seien bis Mitte des Jahres geplant.
In diesem Zusammenhang weist Meyer Burger darauf hin, dass das Unternehmen für seine Zellbeschichtungsplattformen Maia und Fabia die firmeneigene Passivierungstechnologie Plasma Enhanced Chemical Vapor Deposition (PECVD) nutze, die als führende Alternative zur Passivierungstechnologie Atomic Layer Deposition (ALD) gelte. Daher seien Produkte von Meyer Burger nicht von der Patentverletzungsklage berührt, die Hanwha Q-Cells gegen mehrere asiatische Solarmodulhersteller für deren ALD-Einsatz eingereicht hat.
Quelle: PV-Magazin
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