KIT bestückt Großspeicher-Projekt mit Batterien von Solarwatt

12. März 2019 - 2 minutes read

Bei dem Projekt testet das Karlsruher Institut für Technologie einen seriennahen Prototypen eines Lithium-Ionen-Großspeichers mit besonders niedrigen Betriebs- und Wartungskosten.Solarwatt liefert die Batteriemodule für ein stationäres Großspeicher-Projekt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Wie das Dresdner Unternehmen mitteilt, handelt es sich dabei um 609 Myreserve-Batteriemodule mit einer Gesamtkapazität von rund 1,5 Megawattstunden. Das KIT-Projekt sei ein seriennaher Prototyp eines Lithium-Ionen-Großspeichers mit besonders niedrigen Betriebs- und Wartungskosten, der in Kürze am KIT in Betrieb genommen werden solle.
Wie das KIT auf Anfrage von pv magazine mitteilt, leisten Batteriespeicher schon heute einen bedeutenden Beitrag zur Netzstabilität, der allerdings mit hohen Kosten verbunden sei. Neben den Investitionskosten seien dabei auch die Betriebskosten ein wesentlicher Faktor. An diesem Punkt setzt dem KIT zufolge der Lithium-Ionen-Großspeicher an, der jetzt im Energy Lab 2.0 als Prototyp realisiert wird. Die Betriebs- und Wartungskosten sollen zum einen durch eine effiziente Steuerung, die das Batterietechnikum am KIT entwickelt hat, besonders niedrig ausfallen. Zum anderen sei die Kühlung des Prototypen energetisch optimiert worden: Neben Kühlwasser aus Erdsonden werde auch die Betonhülle zur passiven Kühlung eingesetzt. Durch die richtige Kühlung soll sich die Lebensdauer der Batterien und somit auch die Wirtschaftlichkeit erhöhen.
Das neue Speichersystem liefert dem KIT zufolge 1,5 Megawattstunden nutzbare Energie und kann bis zu 800 Kilowatt elektrischer Leistung erzielen. Für einen optimalen Betrieb sollen zwei unabhängige Batterie- und Umrichtersysteme sorgen, indem sie einen kontinuierlichen Betrieb des Speichersystems auch dann ermöglichen, wenn eine der Komponenten ausfällt. Außerdem haben die Forscher das Speichergebäude teilweise in den Boden versenkt. Das soll nicht nur den Platzbedarf des Batteriespeichers reduzieren, sondern auch die Akzeptanz als Quartierspeicher in Wohngebieten erhöhen.
Quelle: PV-Magazin
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