Bundesnetzagentur beendet Verwirrung um Senkung der Solarförderung – 1,0 Prozent Kürzung ab Februar

7. Februar 2019 - 4 minutes read

Ursprünglich hatte die Bonner Behörde die Degression der Photovoltaik-Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Dachanlagen bei einem Prozent ermittelt. Dann waren es plötzlich 1,4 Prozent für Februar, März und April. Nun korrigiert die Bundesnetzagentur den Fehler – die Solarförderung sinkt die nächsten Monate weiter um ein Prozent.Die Bundesnetzagentur steht derzeit unter Strom. Das Marktstammdatenregister ist Ende Januar gestartet, dazu kommen zusätzliche Ausschreibungen für Photovoltaik und Windkraft neben den normalen Auktionen und vieles mehr, was weit über den Energiebereich hinausreicht. Nun sorgte die Bonner Behörde in der Solarbranche für zusätzliche Verwirrung.
Mit Verkündung der Meldezahlen bei Photovoltaik-Anlagen im Dezember 2018 hatte die Bundesnetzagentur auch die weitere Degression für die Solarförderung festgelegt. Für Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt greift die im Energiesammelgesetz festgeschriebene außerordentliche Absenkung für Februar, März und April. Doch für die übrigen Anlagen gilt weiter die am Zubau orientierte Degression. Am vergangenen Donnerstag veröffentlichte die Bundesnetzagentur zunächst eine weitere monatliche Absenkung der Fördersätze um 1,0 Prozent bis April. Kurz danach wurde die Kürzung auf 1,4 Prozent für die nächsten Monate erhöht.
Der Grund ist ein Rechenfehler, auf die der Bundesverband Solarwirtschaft die Behörde aufmerksam machte und der nun zur am Mittwoch veröffentlichten Korrektur führte. So hat die Bundesnetzagentur auf die Photovoltaik-Anlagen einberechnet, die in den Ausschreibungen einen Zuschlag erhalten haben. Für die Berechnung der Degression wird der Zubau der vergangenen sechs Monate addiert und auf ein Jahr hochgerechnet. Durch die Hinzunahme der Ausschreibungsprojekte lag der kumulierte Zubau bei knapp 3,2 Gigawatt. Klassisch über das EEG gefördert wurden aber nur 2570 Megawatt, wie der BSW-Solar ermittelte. Diesen Zubau zieht die Bundesnetzagentur nun auch wieder als Berechnungsgrundlage für die Degression heran.
„Wir freuen uns, dass die Bundesnetzagentur so schnell den Fehler korrigiert hat und nun wieder Klarheit besteht“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Verbands. „Hoffentlich haben sich alle Installateure und Projektierer schnell von dem Schrecken erholt und hoffentlich konnten sie ihre verunsicherten Kunden wieder beruhigen.“
Seit dem 1. Februar beträgt die Einspeisevergütung für Dachanlagen bis zehn Kilowatt Leistung – wie bereits berichtet – 11,35 Cent pro Kilowattstunde und bis 40 Kilowatt Leistung werden 11,03 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Für die Dachanlagen ab 40 Kilowatt Leistung greift bei der Einspeisevergütung ebenfalls die Sonderkürzung, da sie sich am anzulegenden Wert aus der Direktvermarktung orientiert. So erhalten Dachanlagen zwischen 40 und 100 Kilowatt im Februar eine feste Einspeisevergütung von 9,47 Cent pro Kilowattsunde, der anzulegende Wert für Projekte zwischen 40 und 750 Kilowatt beträgt 9,87 Cent pro Kilowattstunde. Für sonstige Anlagen bis 100 Kilowatt gibt es eine feste Einspeisevergütung von 7,84 Cent pro Kilowattstunde. Bei den anzulegenden Werten aus der Direktvermarktung gibt es bei Anlagen bis zehn Kilowatt im Februar 11,75 Cent pro Kilowattstunde und bis 40 Kilowatt sind es 11,43 Cent pro Kilowattstunde. Bei den sonstigen Anlagen liegt die Förderung bei 8,24 Cent pro Kilowattstunde. Die Direktvermarktung ist für alle Photovoltaik-Anlagen größer 100 Kilowatt verpflichtend.
Quelle: PV-Magazin
Link: Bundesnetzagentur beendet Verwirrung um Senkung der Solarförderung – 1,0 Prozent Kürzung ab Februar

Tags: